Anatomie

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Im Gegensatz zum kreisrunden Regenwurm hat der Blutegel einen ovalen Körperquerschnitt, der sich zu den Körperenden hin verjüngt, vorne mehr als hinten. Am Vorder- und Hinterende befindet sich jeweils ein Saugnapf. Der hintere ist größer als der vordere und dient ausschließlich dem Festhalten.

Die Mundöffnung befindet sich im vorderen Saugnapf. Der medizinische Blutegel gehört zu den Kieferegeln. Er besitzt drei strahlenförmig angeordnete Kiefer, die 60 – 100 feine Kalkzähnchen enthalten.

Der Blutegel wird unterteilt in Körpersegmente, die wiederum in Ringe unterteilt sind. Diese Ringe entstehen durch Einkerbungen des Hautmuskelschlauches und dienen als Reservoir zur Ausdehnung bei der Nahrungsaufnahme.

An jedem Saugnapf befindet sich ein Nervenring. Diese sind durch das Bauchmark verbunden, das aus circa 20 Ganglienpaaren besteht. Daran angeschlossen sind zahlreiche Berührungsrezeptoren und einige Augenpaare am Vorderende auf der Oberseite des Blutegels. Sie besitzen kein Gehirn. Die Atmung erfolgt nicht mittels einer Lunge, sondern der Gasaustausch findet über die Körperoberfläche statt.

Blutegel sind aufgrund des Wasserreichtums ihrer Gewebe und dem Fehlen eines Verdunstungsschutzes nur in feuchter Umgebung überlebensfähig. Ein Regenerationsvermögen verloren gegangener Körperteile wie beim Regenwurm besitzt der Blutegel nicht. Während der Häutungszeit sind die Blutegel schlapp und liegen apathisch auf dem Grund. Gelingt es ihnen nicht, die alte Haut abzustreifen, werden die Egel immer matter und sterben dann.

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